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Visitation vom 10.-12.11.2006: Rückblick auf ein spannendes Wochenende
"Visitation! Ach Du meine Güte, was ist das denn?" So dachten viele von uns, als wir im Frühjahr zum ersten Mal im Kirchenvorstand davon hörten, dass uns ein Besuchsdienst ins Haus steht. Natürlich hatte jeder "die zusätzliche Arbeit", "wer da wohl kommt?" und "dann auch noch drei Tage lang!" im Kopf.
Langsam entwickelten sich Ideen für den Bericht über unsere beiden Kirchengemeinden und das Programm für die drei Tage. Je näher der Besuch kam, umso positiver wurde unsere Einstellung dazu. Das Eis war eigentlich schon gebrochen, als sich Frau Pfarrerin Regine Jünger und ihr Kirchenvorstand (=KV) aus Nidda-Schwickartshausen bei einer Stippvisite vor der eigentlichen Visitation während einer KV-Sitzung bei uns vorstellte. Das Besuchsprogramm war voll von vorne bis hinten mit Präsentationen, Gruppen- und Einzelgesprächen, Kutschfahrt durch Bellersheim und Obbornhofen, Sankt-Martins-Umzug und Gottesdienst mit anschließendem Kirchenkaffee, und zum Schluss ein Mittagessen von Visitationsgruppe und Kirchenvorständen. Kritisch haben wir unsere Arbeit in den Gemeindegruppen analysiert und die Erfahrungen mit Kindern, Jugendlichen, Familien und Senioren ausgetauscht. Auch die musikalischen Aktivitäten kamen zur Sprache. Dabei haben nicht nur wir gelernt, sondern auch unsere Gäste haben einiges für die eigene Gemeinde mitnehmen können und sie waren dankbar für die Offenheit, mit der wir ihnen begegnet sind.
Sowohl unser Besuch aus Schwickartshausen, als auch wir von den KVs aus Bellersheim und Obbornhofen zusammen mit unserem Pfarrerehepaar sind mit vielen positiven Eindrücken nach Hause gegangen. Wir haben sehr gute Anregungen für unsere Arbeit in den Kirchengemeinden bekommen, haben gemerkt, was wir trotzdem schon auf die Beine gestellt haben und vor allem haben wir wieder einmal untereinander intensive Gespräche geführt und uns ein Stück besser kennen gelernt.
Ganz ehrlich: Haben wir am Anfang doch eher etwas Negatives mit dem Wort "Visitation" verbunden, müssen wir jetzt, wo alles vorbei ist, eigentlich genau das Gegenteil sagen: Visitation ist eine Chance für die Gemeinde, den Ist-Zustand zu prüfen, neue Ideen für die Arbeit in der Kirchengemeinde zu bekommen und vor allem nette Menschen aus anderen und der eigenen Gemeinde kennen zu lernen. Wir freuen uns auf die nächste Visitation!
Annette Seifert-Ruwe
Kirchenvorsteherin in Obbornhofen und Mitglied im Vorbereitungsteam |